Landwirtschaftliche Böden in Zeiten der Industrialisierung

Im Mittelpunkt der 2-teiligen Reihe steht die Frage, wie sich der Umgang mit landwirtschaftlichen Böden unter dem Einfluss der Industrialisierung seit Mitte des 19. Jahrhunderts veränderte: Teil 1: Von Grund auf optimiertIm 19. Jahrhundert wuchs die Bevölkerung rasant und immer mehr Menschen arbeiteten in der Industrie. Landwirtschaft musste produktiver werden – doch über die reine …

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Landwirtschaftliche Böden in Zeiten der Industrialisierung, Teil 1 – Von Grund auf optimiert

Die sich im 19. Jahrhundert durchsetzende Fruchtwechselwirtschaft[1] und eine verstärkte Viehhaltung führten zu Ertragssteigerungen in der Landwirtschaft. Die Zeit der deutschen Industrialisierung ab Mitte des 19. Jahrhunderts bedingte zeitgleich einen Umbruch, der sich darüber hinaus auf die landwirtschaftlichen Böden auswirkte. Landwirtschaftliche Vereine und Agrarwissenschaftler suchten Wege, um die Landwirtschaftserträge für die wachsende Bevölkerung weiter zu …

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Landwirtschaftliche Böden in Zeiten der Industrialisierung, Teil 2 – Fortschritt durch Forschung

Seit dem 19. Jahrhundert entwickelten sich Bodenkunde, Bodenbiologie und Agrikulturchemie als Forschungsfelder, die landwirtschaftliche Böden in den Blick nahmen. Die entscheidende Bedeutung fruchtbarer Böden für den landwirtschaftlichen Ertrag lag dabei auf der Hand. Schwerpunkte der Forschung waren das Düngen und die mechanische Bodenbearbeitung. Die Wissenschaft stand dabei der traditionellen Landwirtschaft gegenüber, die sich aus über …

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Zwischen „Blut und Boden“-Ideologie und Pragmatismus – die völkisch-ideologische Vereinnahmung der Landwirtschaft im „Dritten Reich“

Einleitung Wie andere Wirtschaftssektoren wurde auch die Landwirtschaft vom Nationalsozialismus für politische und ideologische Ziele instrumentalisiert. Vom Beginn bis zum Untergang des „Dritten Reichs“ durchlief die NS-Landwirtschaft dabei verschiedene Phasen: Schon vor der Machtübernahme dominierten stark agrarromantisch-völkische Idealvorstellungen das bäuerliche Bild. Ab 1933 folgte die Gleichschaltung der landwirtschaftlichen Organisationen und die Gründung des „Reichsnährstandes“ als …

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Kleine weiße Kugeln, mit farbigen Pflanzenteilen bedeckt

Milchverarbeitung im 18. Jahrhundert – Ein Experiment

Die Vorführung historischer Hauswirtschaftsarbeiten ist Teil des Vermittlungsprogramms am LVR-Freilichtmuseum Kommern. Als neues Thema wurde am 29. und 30. Juli 2023 die historische Milchverarbeitung im 18. Jahrhundert in den Fokus gerückt. In einem Experiment soll erstmals die Herstellung von Käse und Butter mit Methoden und Utensilien,  die im 18. Jahrhundert verwendet wurden, durchgeführt wurden.   …

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Ausstellungstafel im Museumsgelände mit Bildern und Text zum Jahrmarkt nach 1945

Jahrmarkt anno dazumal

Zum Jahrmarkt anno dazumal im LVR-Freilichtmuseum Kommern wird eine Ausstellung gezeigt, die sich mit der Geschichte des Jahrmarktes zur Kaiserzeit und der Zeit nach 1945 befasst. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei die Thematisierung des Rassismus gegenüber Menschen außereuropäischer Länder, der während der Kolonialzeit extrem verbreitet war und die Zurschaustellung von Menschen in Panoptiken und Kuriositäten-Kabinetten. …

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Postkarte mit Bildern von ungewöhnlich aussehenden Menschen

Menschen als Attraktionen auf dem Jahrmarkt

TEIL 2: Side Shows „Bizarre Körper“?: Side Shows Bereits vor ihrem Tod war Julia Pastrana ein Schauobjekt und trat in einer Art Schaustellung auf, die oft als „Side Show“, im amerikanischen Sprachraum auch lange als „Freak Shows“ bezeichnet wurde. Als eine der größten und berühmtesten „Side Shows“ gilt bis heute die Show des US-Amerikaners P.T. …

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Jahrmarktsgeschichte(n) anno Dazumal

Kirmes, Rummel, Jahrmarkt – für Volksfeste voller Schaubuden, Fahrgeschäfte und Essensstände gibt es im deutschen Sprachraum eine Vielzahl an Bezeichnungen. Obwohl diese heutzutage oft synonym verwendet werden, gibt es Feinheiten, nach denen diese Feste unterschieden werden. Während Kirmessen auf Wallfahrtstraditionen oder Kirchweihtage zurückgehen, haben Jahrmärkte ihren Ursprung auf den jährlich stattfinden Markttagen der Ortschaften und …

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kolorierte Postkarte mit Jahrmarktsgästen und Schaubuden

Vermessen und begafft – Rassismus auf dem Jahrmarkt

Neben gängigen Attraktionen wie Karussells oder Tieren wurden auf Jahrmärkten häufig Menschen afrikanischer, amerikanischer, asiatischer oder südostasiatischer Herkunft als "Attraktionen" präsentiert oder in Zoos und Tiergärten zur Schau gestellt. Hierdurch entstanden sogenannte "Menschenzoos" oder „Völkerschauen“ – reisende Shows, in denen Menschen aus außereuropäischen Ländern in nachgebildeten Dörfern und in traditioneller Kleidung zur Unterhaltung der Besucherinnen …

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Menschen als Attraktionen auf dem Jahrmarkt

Teil 1 - Panoptikum und „anatomisches Museum" Die Lust am Kuriosen, dem Grusel, der Grenzübertretung und die Möglichkeit, einen Blick in die weite Welt zu riskieren, ziehen seit jeher die Menschen auf die Jahrmärkte. Im 19. Jahrhundert stand vor allem die Faszination des Menschlichen im Mittelpunkt. Imperialistisches und kolonialistisches Gedankengut, technischer und medizinischer Fortschritt, Prüderie …

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